Grundlagen der Fotografie

Belichtungszeit
Die Belichtungszeit ist der Zeitraum, wie lange der Kameraverschluß offen ist und der Film belichtet wird.
Je länger die Belichtungszeit ist, um so grösser ist  die Verwacklungsgefahr wenn man ohne Stativ fotografiert.
Es ist ganz einfach Verwacklungen auszuschließen.
Die längste Belichtungszeit (ohne Verwacklungsgefahr), die gewählt werden darf ist abhängig von der verwendeten Brennweite.
Die Belichtungszeit (in Sekunden) sollte nicht länger als der Kehrwert der Objektivbrennweite sein.

Hier ein Beispiel:
Wenn die Brennweite beträgt 50 mm darf die Belichtungszeit nicht länger als 1/50 sec sein.

Blende
Die Blende regelt die einfallende Lichtmenge im Objektiv und damit auf dem Filmmaterial.
Je größer die Blende (kleine Blendenzahl), desto kleiner die Schärfentiefe.
Je kleiner die Blende (große Blendenzahl), desto größer die Schärfentiefe.

Filmempfindlichkeit
Die Filmempfindlichkeit gibt an, wie lichtempfindlich ein Film ist.
Die Filmempfindlichkeitangabe erfolgt in ISO oder ASA.
Ein niedrigempfindlicher Film (kleiner ISO / ASA Wert) ist feinkörnig (hohe Auflösung).
Ein hochempfindlicher Film ist grobkörnig (niedrige Auflösung).
Für die Digitalfotografie bedeuetet das je höher der ISO Wert eingestellt wird, destso höher das Bildrauschen.

Schärfentiefe
Als Schärfentiefe wird der Entfernungsbereich bezeichnet, in dem das Aufnahmeobjekt auf dem Film scharf abgebildet wird.
Die Schärfentiefe ist abhängig von der eingestellten Blende und der verwendeten Brennweite.

Hier ein Beispiel:
In der Kleinbildfotografie ist ein Objektiv mit einer Brennweite von 50 mm ein Normalobjektiv (Es soll dem Blickwinkel eines Menschen entsprechen).
50 mm Objektiv + kleine Blende (große Blendenzahl) = hohe Schärfentiefe
50 mm Objektiv + grosse Blende (kleine Blendenzahl) = geringe Schärfentiefe

Es ist immer nützlich ein paar Grundlagen der Fotografie zu kennen,
auch wenn heutzutage alle modernen Kameras Automatikprogramme bieten.

Die Programmautomatik wurde zwar im laufe der Jahre immer weiter verbessert,
aber in extremen Aufnahmesituationen sind sie doch manchmal überfordert.

Hier ein kleine Sammlung von Tipps die bei verschiedenen Aufnahmesituationen sehr hilfreich sein können.

Gegenlichtaufnahme von Menschen (Porträt)
Bei einer Gegenlichtaufnahme sollte man beachten das ein Belichtungsausgleich benötigt wird.
Viele Kleinbildkameras besitzen eine Gegenlichttaste, die eine Öffnung der Blende um 1,5 bis 2 Blendenstufen bewirkt.
Das ist sinnvoll, da bei Gegenlicht der Belichtungsmesser eine Belichtung anzeigt, die fast immer das Hauptmotiv zu dunkel belichten würde.
Eine weitere Möglichkeit ist das Blitzlicht zur Aufhellung des Hauptmotives einzuschalten.



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